Stillförderung Schweiz

Jahresberichte

 

Väter und Arbeitgeber im Fokus – und ein Abschied
Väter haben heute eine anspruchsvolle Aufgabe: Einerseits steuern sie nach wie vor fast drei Viertel des Einkommens der Familie bei. Andererseits sollen sie präsente und kompetente Väter sein. Das ist eine grosse Herausforderung. In Zusammenarbeit mit männer.ch ist ein neues Faltblatt mit Informationen für Väter entstanden: «Du willst das Beste für dein Baby. Gib’s ihm! ». Studien zeigen, dass der Vater grossen Einfluss darauf hat, ob und wie lange seine Partnerin stillt. Die neue Information will Väter in dieser Rolle bestärken. Auch die Mutter wird angesprochen, eine eigenständige Beziehung des Vaters zum gemeinsamen Kind zu fördern.

Mit der Eingabe der Motion «Bezahlte Stillpausen sollen durch die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden» hat Nationalrätin Maya Graf die Problematik der Finanzierung der Stillpausen durch den Arbeitgeber aufgenommen. Vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben wäre es wichtig, dass die Kosten der Stillpausen durch die EO übernommen werden, so dass die stillenden Mütter von ihren Arbeitgebern nicht unter Druck gesetzt werden, frühzeitig mit Stillen aufzuhören. Stillen braucht die Unterstützung der Arbeitgeber und der Gesellschaft, damit Stillen und Erwerbstätigkeit nicht im Konflikt stehen.

Seit der Gründung der Stillförderung Schweiz im Jahr 2000 durfte ich die Stiftung als Stiftungsrätin und als Präsidentin prägen. Dabei konnte ich mit kompetenten, innovativen und engagierten Geschäftsführerinnen zusammenarbeiten und es standen mir fachkundige Stiftungsrätinnen, Stiftungsräte und Expertinnen zur Seite. Ihnen allen gehört mein grosser Dank!


Wir dürfen stolz sein auf alles, was wir erreicht haben! Zu den besonderen Höhepunkten, die mir in bester Erinnerung sind, gehören die Publikation der Stillbroschüre, die in zwölf Sprachen vorliegt, die spannenden Weiterbildungsveranstaltungen im Rahmen der Weltstillwoche und dabei insbesondere der Vortrag von Prof. Thierry Hennet (Universität Zürich) zu Oligosacchariden in der Muttermilch im Jahr 2012 und ganz klar auch die Erarbeitung und Publikation des Still-Comics «Neuland».

In diesen Jahren haben auch wichtige Rahmenbedingen geändert, so wurde das Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation über den Mutterschutz ratifiziert und die Verordnung zu bezahlten Stillpausen in Kraft gesetzt.

Aber es gibt weiterhin viel zu tun auf dem Weg zur selbstverständlichen Anerkennung des Stillens in der Gesellschaft. Ich wünsche meiner designierten Nachfolgerin Nationalrätin Yvonne Feri, den Mitarbeiterinnen der Stiftung, den Stiftungsrätinnen und den Expertinnen viel Erfolg bei der Weiterentwicklung der Stiftung und wünsche mir, dass das Stillen in den kommenden Jahren weiterhin an Bedeutung gewinnen wird. Auf dass auch kommende Generationen einen optimalen Start ins Leben haben!

Ursula Zybach
Präsidentin









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