Stillförderung Schweiz

Jahresberichte

 

PDF Jahresbericht 2019
 
2019: Wechsel im Präsidium – politische Arbeit (Vorwort der Präsidentin)
 
Die langjährige Präsidentin Ursula Zybach ist im April 2019 zurückgetreten. Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2000 begleitete Ursula Zybach Stillförderung Schweiz, den Stiftungsrat präsidierte sie seit 2007. Sie brachte viele wertvolle Impulse ein und trug mit ihrem grossen Wissen und der breiten Erfahrung massgeblich zur Entwicklung der Stiftung bei. Dafür gebührt ihr ein grosser Dank!
 
An der Stiftungsratssitzung vom 5. April 2019 wurde ich als neue Präsidentin gewählt. Ich freue mich auf die Herausforderung und will mich zusammen mit dem Team der Stiftung Stillförderung Schweiz für optimale rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für das Stillen engagieren. Das gesellschaftliche Umfeld soll so gestaltet werden, dass Stillen möglich ist für alle, die dies wollen. Auf die Frauen soll jedoch kein Druck zum Stillen ausgeübt werden.
 
Die Weltstillwoche 2019 machte auf die Bedeutung des sozialen und arbeitsrechtlichen Schutzes für die Elternschaft aufmerksam. Genau vor 100 Jahren nahm die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) den Mutterschutz erstmals in ein Übereinkommen auf. In der Schweiz wurde die Mutter- schaftsversicherung 2005 eingeführt. Seit 2014 gelten gemäss Arbeitsrecht bezahlte Stillzeiten während des ersten Lebensjahres des Kindes. Frauen im gebärfähigen Alter stehen meist voll im Erwerbsleben und sind ein wichtiger Erfolgsfaktor der Schweizer Wirtschaft. Eine längere Elternzeit, wie dies in vielen europäischen Ländern üblich ist, wäre wünschenswert.
 
Zusammen mit dem Ausschuss der Stiftung habe ich mich für eine Verankerung des Stillens in den Strategien und Massnahmen für Gesundheitsförderung und Prävention in den Kantonen und beim Bund eingesetzt. Mit Partnern und Partnerinnen wird eine Sensibilisierung von Politik, Zivilgesellschaft und Gesellschaft angestrebt.
 
Um die Politik auf das Thema Milchbanken und gesetzliche Regelungen betreffend Frauenmilch aufmerksam zu machen, habe ich 2019 in einer Interpellation den Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten: Welche Haltung hat der Bundesrat im Allgemeinen zu Frauenmilchbanken? Wie können die Risiken des direkten Frauenmilchtauschs vermindert werden? Braucht es Vorgaben oder gesetzliche Grundlagen für den Frauenmilchtausch? Wie können die Mütter und Väter über die Risiken und Gefahren bei Frauenmilchtausch für das Baby aufgeklärt werden? Wie können die Säuglinge geschützt werden? Die Antworten sind nachzulesen auf www.parlament.ch unter der Nummer 19.3674 oder in diesem Jahresbericht ab Seite 20.
 
Die im vorherigen Jahr von Nationalrätin Maya Graf eingegebene Motion (Nr. 18.4061) mit der Forderung, dass die bezahlten Stillpausen durch die Erwerbsersatzordnung und nicht durch den Arbeitgeber finanziert werden sollen, wurde im Nationalrat noch nicht behandelt; ich bin aber zuversichtlich, dass wir hier im Parlament eine Zustimmung erreichen können.
 
Eine weitere Motion (Nr. 17.3661) für eine Ausdehnung des Werbeverbots auf Folgenahrungen, damit das Verbot von Werbung für Anfangsnahrung nicht umgangen werden kann, habe ich zurückgezogen. Damit anerkenne ich die Bemühungen von Bund und Kantonen, die bereits bestehenden Anforderungen an die Unterscheidbarkeit der Verpackungen umzusetzen.
 
Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und danke allen Stiftungsrats- und Fachbeiratsmitgliedern sowie den Mitarbeiterinnen für ihre Arbeit und ihre Unterstützung zugunsten der Stiftung und der Familien.
 
Yvonne Feri, Präsidentin
 
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